|
Mittwoch, 20 Juli 2016 |
|
Der Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung
(AK-Vorrat) kritisiert die Stellungnahme des Generalanwalts am
Europäischen Gerichtshofs (EuGH) zur Vorratsdatenspeicherung in Schweden
und Großbritannien. Nach Ansicht von Generalanwalt Saugmandsgaard Øe
könne eine nationale Vorratsspeicherung von Telekommunikationsdaten mit
dem Unionsrecht vereinbar sein, wenn bestimmte Bedingungen eingehalten
werden. Unter anderem sei ein angemessenes Verhältnis der
Überwachungsmaßnahme zur Bekämpfung schwerer Kriminalität
ausschlaggebend. Außerdem dürfe es kein milderes probates Mittel geben,
mit dem der gleiche Zweck erfüllt werden kann. Eine generelle
Verpflichtung zur Vorratsspeicherung zur Bekämpfung schwerer Straftaten
müsse „absolut notwendig“ sein.
|
|
|
Montag, 23 Mai 2016 |
|
Prepaid-Handykarten sollen in Deutschland nur noch gegen Personalausweis
freigeschaltet werden - so ein "Maßnahmekatalog" von SPD und Union zur
Terrorismusbekämpfung .
Die im Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung zusammen geschlossenen
Bürgerrechtler, Datenschützer und Internetnutzer warnen vor einem
sinnlosen Unterfangen, dass auch Opfern von Straftaten schaden würde.
|
|
|
Montag, 11 April 2016 |
Im Vorfeld der morgigen Verhandlung des Europäischen Gerichtshofs über
nationale Gesetze zur Vorratsdatenspeicherung appelliert der
Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung an die Richter, die verdachtslose
Vorratsspeicherung von Telekommunikationsdaten der gesamten Bevölkerung
europaweit zu ächten.
"Die unterschiedslose Vorratsspeicherung von Informationen über jedes Telefonat, jede SMS, jede E-Mail und jede Internetverbindung der gesamten Bevölkerung stellt alle bisherigen Überwachungsmaßnahmen in den Schatten," kommentiert Ute Elisabeth Gabelmann vom AK Vorrat. "Eine Vorratsdatenspeicherung zeichnet dauerhaft das alltägliche Kommunikations- und Bewegungsverhalten aller 500 Millionen Menschen in der EU auf. Das hat sich für viele Bereiche der Gesellschaft als höchst schädlich erwiesen, etwa für Kontakte zu Psychotherapeuten, Ärzten, Rechtsanwälten, Eheberatern, Drogenmissbrauchsberatern und Journalisten. Ein Terroranschlag konnte mit Vorratsdaten hingegen noch nicht verhindert werden."
Der Arbeitskreis appelliert an den Europäischen Gerichtshof, die NSA-Methoden einer totalen Telekommunikationsdatensammlung in Europa zu ächten und das Grundrecht auf vertrauliche Telekommunikation durchzusetzen. "Denn ein Staat, der wahllos alle Bürger ins Visier nimmt, ist kein freiheitlicher Rechtsstaat mehr," so Gabelmann weiter.
Hintergrund: Gerichte in Schweden und Großbritannien haben dem Europäischen Gerichtshof die Frage vorgelegt, ob dessen Urteil zur EU-Richtlinie über die Vorratsdatenspeicherung auch auf nationale Gesetze zu übertragen ist. Der Gerichtshof hatte die Richtlinie 2014 für unvereinbar mit der EU-Grundrechtecharta erklärt, weil die betroffenen Personen in keinem "auch nur mittelbaren oder entfernten Zusammenhang mit schweren Straftaten stehen" und ihre Daten dementsprechend nicht "zur Verhütung, Feststellung oder Verfolgung schwerer Straftaten beitragen könnten". |
|
|
Samstag, 05 Mrz 2016 |
|
Mit einem offenen Brief fordern wir Wolfgang Schäuble auf, sich entgegen
der Pläne von Bundesregierung und Europäischer Zentralbank für die
Beibehaltung von Bargeld einzusetzen.
|
|
|
Dienstag, 09 Februar 2016 |
|
Der Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung reagiert mit einer scharfen Warnung vor ausufernder Überwachung auf die Vorschläge des IT-Bundesbeauftragten Klaus Vitt zur Ausweitung der Vorratsdatenspeicherung. Dieser hatte gestern eine Ermächtigung für Webserverbetreiber zur anlasslosen Speicherung aller Nutzerzugriffe gefordert.
|
|
|
Montag, 14 Dezember 2015 |
|
Im Vorfeld der Bundestagsanhörung zur WLAN-Haftung[1]
hat der Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung aus den Reihen der
Koalition erfahren, dass die vom Bundesrat geforderten Datenauskünfte
über Internetnutzer an Privatpersonen und Unternehmen zum "Schutz von
Persönlichkeitsrechten" erst einmal vom Tisch sind und nicht im
Zusammenhang mit der aktuellen Reform des Telemediengesetzes behandelt
werden sollen.
|
|
|
Dienstag, 03 November 2015 |
|
Der Bundesrat entscheidet am Freitag im Zusammenhang mit dem WLAN-Gesetz
auch über die Forderung seines Rechtsausschusses, dass Internetanbieter
wie Google, Facebook, eBay, Spiegel Online oder Heise Online künftig an
Privatpersonen Auskünfte darüber erteilen sollen, wer was im Netz
geschrieben hat.[1]
Die im Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung zusammen geschlossenen
Bürgerrechtler, Datenschützer und Internetnutzer appellieren an die
Ministerpräsidenten, gegen den Vorstoß zu stimmen. Dazu Ute Elisabeth
Gabelmann vom Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung:
|
|
|
Freitag, 16 Oktober 2015 |
|
Nach Recherchen des Arbeitskreises Vorratsdatenspeicherung (AK Vorrat)
fangen Deutschlands Mobilfunkanbieter den Inhalt jeder versandten
SMS-Kurznachricht ab und speichern ihn zur "Fehlererkennung" ab.[1]
Laut Bundesdatenschutzbeauftragter ist "jedes Speichern dieser Inhalte
unzulässig". Die Aufsichtsbehörden sind seit Jahren informiert, haben
die Praxis aber weder unterbunden noch die Öffentlichkeit informiert.
Der Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung warnt davor, den
"unzuverlässigen, illegal handelnden Telekommunikationsanbietern" mit
der Vorratsdatenspeicherung noch weitaus mehr Daten anzuvertrauen.
|
|
|
Mittwoch, 14 Oktober 2015 |
|
Auf Anzeige des Arbeitskreises Vorratsdatenspeicherung (AK Vorrat) hat die Bundesnetzagentur vier Telekommunikationsanbietern die monatelange Speicherung von Flatrate-Verbindungen, Gerätekennung und Standort des Mobiltelefons verboten. Doch die Anordnungen sind bis heute nicht umgesetzt. Der Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung warnt davor, den "unzuverlässigen, illegal handelnden Telekommunikationsanbietern" mit der geplanten Vorratsdatenspeicherung noch weitaus mehr Daten anzuvertrauen.
|
|
|
Dienstag, 09 Juni 2015 |
|
+++ AK Vorrat zerlegt die Scheinargumente der SPD-Parteispitze mit 21seitigem Dokument +++ Zusammen mit zahlreichen anderen Organisationen lädt der der
Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung die Mitglieder und
Bundestagsabgeordnete der SPD ein, sich gegen die geplante
Vorratsdatenspeicherung zur Wehr zu setzen.
|
|
|