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Friday, 6. February 2026 |
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Das Bundesjustizministerium will die anlasslose Speicherung
aller IP-Adressen für drei Monate einführen. Wir haben eine Stellungnahme eingereicht – und warnen vor einem gefährlichen
Rückschritt in die Massenüberwachung Justizministerium plant digitalen GeneralschlüsselMit
dem Referentenentwurf zur „Einführung einer IP-Adressspeicherung" will
das BMJ alle Internetprovider verpflichten, drei Monate lang zu
speichern, welcher Anschluss wann welche IP-Adresse und Portnummer
genutzt hat. Was harmlos als „digitales Kfz-Kennzeichen" verkauft wird,
ist in Wahrheit ein Generalschlüssel zur Identität: Mit einer IP-Adresse
lässt sich nachträglich feststellen, wer hinter einem Forenbeitrag,
einer Suchanfrage, dem Besuch einer Beratungsstelle oder einem Hinweis
an die Presse steht. Im wirklichen Leben wäre das so, als
müssten alle Menschen ein Nummernschild um den Hals tragen – und der
Staat ließe flächendeckend mitschreiben, wann wir welches Lokal, welche
Arztpraxis oder politische Versammlung aufsuchen. Eine solche lückenlose Protokollierung wäre in der physischen Welt undenkbar. Im digitalen Raum soll sie nun Normalität werden.
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Thursday, 28. August 2025 |
Eine Ausfüllhilfe zum Mitmachen bei der Anhörung zur Vorratsdatenspeicherung 2.0
Noch bis 12. September fragt die EU-Kommission nach deiner Meinung zur geplanten Vorratsdatenspeicherung 2.0, die noch radikaler auszufallen droht als die vom Europäischen Gerichtshof gekippte EU-Richtlinie zur Vorratsdatenspeicherung.
Hier ist ein "Cheatsheet", dass dir bei der Beantwortung der Fragen - teilweise suggestive Fangfragen - der EU-Kommission hilft (Quelle: EDRi). Hintergrundinfos zur geplanten Vorratsdatenspeicherung 2.0 findest du hier.
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Wednesday, 18. June 2025 |
Mit Sachverstand und nüchternen Argumenten gegen den
neuen Vorstoß der EU-Kommission für eine neue Vorratsdatenspeicherung –
Bürgerrechtlerinnen und Bürgerrechtler reichen Dokument gegen die
geplante Erfassung persönlicher Lebensumstände aller Menschen in der EU
ein. Mit den Urteilen des Europäischen Gerichtshof ab 2010 beginnend hat
dieser der Absicht der EU-Kommission, die Lebensumstände und
-gewohnheiten aller Menschen in der EU mittels Pflicht zu einer
allgemeinen Vorratsdatenspeicherung zu erfassen einen Riegel
vorgeschoben. Nach jahrelanger interner Vorbereitung möchte die Kommission nun
einen neuen Anlauf zur Wiedereinführung eines europaweiten Zwangs zur Vorratsdatenspeicherung sowie zur erstmaligen Einführung einer Identifizierungspflicht und Vorratsdatenspeicherung auch für Messenger-Dienste nehmen. In einem ersten Schritt hat sie dazu eine „Sondierung“ gestartet.
Mit einem 10seitigem Positionspapier
wenden sich der Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung, das freiheitsfoo
und der Kleindatenverein nun gegen die so geplante
Vorratsdatenspeicherung 2.0 und führen dazu eine Reihe von Belegen und
Argumenten an:
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Monday, 9. October 2023 |
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Im Vorfeld der Anhörung des Rechtsausschusses des Bundestags zur Forderung der Union nach Wiedereinführung einer verdachtslosen, flächendeckenden Internet-Vorratsspeicherung hat der Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung folgenden Brief an die Ausschussmitglieder versandt.
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Monday, 19. September 2022 |
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Über 20 zivilgesellschaftliche Organisationen wie Datenschutz- und
Berufsverbände warnen heute in einem Brief an die Ampel-Koalition, die
von Bundesinnenministerin Faeser (SPD) geforderte Vorratsspeicherung von
Internetadressen (IP-Adressen) wäre zum Schutz von Kindern ungeeignet
und ein schwerer Eingriff in Grundrechte, weil IP-Adressen zur
umfassenden Nachverfolgung der von einem Internetnutzer besuchten
Internetseiten und infolgedessen seiner Online-Aktivität genutzt werden
können. Es drohten das Ende der Anonymität im Internet und unzumutbare
Folgen etwa für Opfer von Gewalt- oder Sexualdelikten sowie
Presseinformanten.
Morgen wird der EU-Gerichtshof mit einem Grundsatzurteil entscheiden
inwieweit das deutsche Gesetz zur Vorratsdatenspeicherung mit EU-Recht
vereinbar ist. Eine generelle IP-Vorratsdatenspeicherung ist
europarechtlich nicht verboten, wird jedoch vom Koalitionsvertrag abgelehnt.
Mit dem Offenen Brief wendet sich der Arbeitskreis gegen
Vorratsdatenspeicherung (AK Vorrat) gemeinsam mit 26
Nichtregierungsorganisationen und Expert:innen an Innenministerin
Faeser, Justizminister Buschmann, Familienministerin Paus sowie an
Bundesvorsitzende von SPD, Grüne und FDP. Zu den Erstunterzeichnenden
gehören unter anderem die Deutsche Aidshilfe, die Deutsche Vereinigung
für Datenschutz, der Deutsche Fachjournalisten-Verband, die
Humanistische Union, das Komitee für Grundrechte und Demokratie, die
Neue Richtervereinigung, Reporter ohne Grenzen und der Republikanischer
Anwältinnen- und Anwälteverein.
Aktuell herrscht beim Thema Vorratsdatenspeicherung Streit in der Ampel.
Innenministerin Faeser will an dem Konzept einer anlasslosen
Massenspeicherung von Kommunikationsdaten festhalten, während FDP und
Grüne die anlasslose Vorratsdatenspeicherung abschaffen wollen. Ein
Entwurf für eine neues deutsches Gesetz wird bereits zeitnah erwartet.
Der Offene Brief im Wortlaut:
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Monday, 22. November 2021 |
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Die im Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung zusammengeschlossenen
Bürgerrechtler, Datenschützer und Internetnutzer weisen Versuche der SPD
zurück, eine Vorratsspeicherung von Internetverbindungsdaten mit dem
Vorgehen gegen Kinderpornografie zu rechtfertigen. Wörtlich heißt es in
dem heute versandten Schreiben an die Parteivorsitzenden der
Ampelparteien:
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Wednesday, 27. October 2021 |
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SPD, FDP und BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN sollen in den
Ampel-Koalitionsverhandlungen ein Ende des Gesetzes zur verdachtslosen
Vorratsspeicherung von Verbindungs-, Standort- und Internetdaten
durchsetzen. Das fordern elf Bürgerrechts- und Berufsverbände in einem
Offenen Brief an die Verhandler zum Thema Justiz und Inneres - darunter
der Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung, die Deutsche Aidshilfe und der
Deutsche Journalisten-Verband.
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Saturday, 17. April 2021 |
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Gemeinsam mit mehr als 40 Nichtregierungsorganisationen aus Deutschland,
UK, Portugal, Rumänien, Slowenien, Schweden, Irland, Finnland,
Norwegen, Österreich, Italien, Griechenland, Dänemark, den Niederlanden,
Spanien und internationalen Verbänden fordern wir in einem offenen
Brief unter anderem ein EU-weites Verbot von anlassloser Telekommunikations-Überwachung.
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Saturday, 7. December 2019 |
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Pressemitteilung des Arbeitskreises Vorratsdatenspeicherung vom 06.12.2019:
Obwohl Gerichte die umstrittene verdachtslose Vorratsdatenspeicherung
ausgesetzt haben, sammeln deutsche Telekommunikationsanbieter trotzdem
von jedem Kunden Informationen über ihre Kontakte und Bewegungen, die
nicht zur Abrechnung nötig sind. Dies ergibt sich aus einer jetzt,
aufgrund der Nachfrage des Arbeitskreises Vorratsdatenspeicherung,
veröffentlichten Erhebung der Bundesnetzagentur.[1] Die Daten werden auf Anforderung an Strafverfolger und Abmahnkanzleien weiter gegeben.
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Thursday, 7. February 2019 |
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Die Bundesregierung hält das ausgesetzte Gesetz zur
Vorratsdatenspeicherung für unbedenklich – doch der bayerische
Innenminister Dr. Herrmann widerspricht. Dies ergibt sich aus
Stellungnahmen an das Bundesverfassungsgericht, die der Arbeitskreis
Vorratsdatenspeicherung erstmals veröffentlicht.
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